Performance Fahrschule bald viermal in Reinickendorf…

TheorieKupplung treten, schalten, Blinker setzen und abbiegen – um den Führerschein zu machen, ist eine ganze Menge Wissen und Fahrpraxis nötig. Beides erhalten die Fahrschülerinnen und -schüler in der Performance-Fahrschule an der Residenzstraße 44. Bülent Eren und sein Team aus vier Fahrlehrern und Bürokraft Gamze Zintatzi stehen den vielen Fahrschülern in der Resi mit Rat und Tat zur Seite. Die Fahrschule bietet den Schülern für den Theorieunterricht sogar 13 Termine pro Woche an.

„Die erste Fahrschule habe ich 2008 von einem anderen Inhaber übernommen. Das war in der Wollankstraße 99. 2015 kam dann die Fahrschule in der Resi hinzu und dann die Fahrschule am Eichborndamm 297“, erklärt Inhaber Bülent Eren. Dabei bieten die Performance-Fahrschulen nicht nur den Autoführerschein, sondern auch den Führerschein für das Motorrad zu machen. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Führerschein fürs Auto, und insgesamt machen dann jedes Jahr allein in der Resi rund 100 Fahrschüler ihren Führerschein.

Die meisten ihrer Fahrschüler kommen aus dem unmittelbaren Umfeld. Sie können dann bei der Ausbildung wählen, ob sie von den 30 Fahrzeugen einen mit Gangschaltung fahren wollen oder mit einem Fahrzeug starten wollen, das Automatik hat. „Wir bieten auch den Führerschein B 197 an. Dieser erlaubt es uns, die Führerscheinausbildung auf Fahrzeugen mit Schaltgetriebe und Automatikgetrieben zu kombinieren. Die praktische Prüfung kann dann auf einem Auto mit Automatikgetriebe stattfinden. Das kommt gut an“, sagt Eren.

Die Zeit der Pandemie war wie eine Achterbahnfahrt für die Fahrschule: „Anfangs hatten wir extreme Existenzängste. Knapp zwei Monate waren wir geschlossen und wussten nicht, wie es weitergeht und was noch geschehen würde“, sagt der Inhaber. Dann wurde es besser, die Fahrschulen durften wieder öffnen. Somit hat die Pandemie der Fahrschule nicht geschadet. Im Gegenteil – nach der ersten schweren Zeit wurden die Auflagen gelockert und die Fahrschule durfte wieder öffnen.

Die Performance-Mitarbeiter hatten plötzlich von einer Minute auf die andere alle Hände voll zu tun. „Das lag sicher zum einen daran, dass die Menschen im Homeoffice mehr Zeit hatten, und andererseits ihren Führerschein machen wollten, um nicht im vollen Bus oder einer überfüllten U-Bahn zu fahren und sich möglicherweise anzustecken“, sagt er.

2020 und 2021 waren bessere Jahre für die Fahrschule als 2018 und 2019. Und so gab es mehr zu tun als vor der Pandemie, sodass das gesamte Team an seine Grenzen stieß.

Ein aktuelles Problem: die lange Wartezeit für Prüfungstermine von bis zu drei Monaten, denn Dekra und TÜV haben einerseits zu wenig Mitarbeiter, andererseits dauern Prüfungen nun 55 statt 45 Minuten – und schon schaffen die Prüfer auch zeitlich weniger Prüfungen am Tag. „Das ist frustrierend für uns und unsere Fahrschüler, denn die Ausbildung ist plötzlich zeitlich bis zur Prüfung nicht mehr planbar“, sagt Eren..

Dennoch – die Fahrschüler sind zufrieden. „Mittlerweile haben wir auch wieder Kapazitäten frei und würden uns freuen, wenn Fahrschüler zu uns kommen“, sagt der Inhaber. Außerdem wird es bald eine weitere Fahrschule geben: Sie wird im September in Tegel direkt an der S-Bahnschranke in der Gorkistraße 21 A öffnen. Infos unter  www.performance-fahrschule.de.

Artikel und Foto Christiane Flechtner
Projekt „Ladengeschichten 2021/22“ des Vereins Zukunft Resi rundherum e.V.:
Mit dem Projekt möchte der Verein die Mitglieder und deren Geschäfte an der Residenzstraße unterstützen und Ihnen die Möglichkeit bieten, die Besonderheit ihres Geschäfts hervorzuheben und Ihr Geschäft mit einem Artikel samt Fotos darzustellen. Hier können die Gewerbetreibenden Ihre Geschichte erzählen, besondere Aktionen, Öffnungszeiten oder Rabatte publik machen.
Das Projekt wird gefördert durch Mittel des Förderprogramms Lebendige Zentren und Quartiere. Dieses Städtebauförderprogramm vereint seit 2020 die Zielsetzungen der bisherigen Programme Aktive Zentren sowie Städte­baulicher Denkmalschutz. Die ausgewählten Programmgebiete sollen als attraktive und identitätsstiftende Orte gestärkt und weiterentwickelt werden.